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Über uns - Die Bundesgeschichte der Landsmannschaft Troglodytia

Troglodytia im Zeitraffer
Wappen, Zirkel und Fahne der Landsmannschaft Troglodytia
Farbenlied der Troglodytia
Troglodytia im Zeitraffer
1864 tagen die Troglodyten im Keller der Gaststätte Göttsch in der Holstenstraße. Ihre Kneipe im Höhlenkeller Göttsch nennen sie Troglé. Seit 1864 sind jährliche Stiftungsfeste belegt und Mitgliederlisten erhalten.

1867
kommt Kiel zu Preußen. Es blüht als Marinehafen und durch den Nord-Ostsee-Kanal rasch auf. Auch der Christiana- Albertina ist nunmehr ständiger Aufschwung beschieden. Die politischen Ereignisse führen zu der Entscheidung für die Korporation als Landsmannschaft und die Wahl der Farben Schwarz-Weiß-Rot des neuen Reichs, von unten getragenen, mit zunächst schwarze Mütze.
1837 beginnt die Chronik der Troglodytia: Im Keller unter dem Geschäftshaus Baumbach in der Holstenstraße tagt eine studentische Runde. Bei den Zusammenkünften in diesem etwas düsteren Lokal entsteht eine Korporation, die daher den Namen "Troglodytia" erhielt.
1903 wird das erste Troglodytenhaus am Jägersberg 13 erworben. Troglodytia spielt wieder eine Rolle im Universitätsleben. Erstmals wird im Semesterbericht ein Grünkohlessen in Verbindung mit der Weihnachts-Kneipe genannt.

1904 die 40.Stiftungsfeier der Troglodytia: Die Damen der Gesellschaft stiften die bis heute erhaltene Fahne. Die rote Mütze wird eingeführt, 1911 folgt der weiße Stürmer, der als hochoffizielle Traditionscouleur weiterlebt. 1913 und damit kurz vor Ausbruch des Ersten Weltkrieges ist Troglodytia wieder stärkste Verbindung in Kiel.
1935 muß die Lansmannschaft Troglodytia den Aktivenbetrieb schließen. Der AHV betreut in den Folgejahren die Kameradschaft Bornhöved, aus der mancher Troglodyte hervorgehen soll.

1948/49
kommt es nach ersten Begegnungen alter Troglodyten und studierender Kriegsangehöriger zur Rekonstitution. Nach Anfängen in der Seeburg-Mensa erwirbt Troglodytia das Dr-Herbert-Heitmann-Haus in der Bartelsallee 18. Die Altherrenschaft hat sich gesammelt, der aktive Bund schnell wieder in Kiel Fuß gefaßt, die alten Freundschaften und Kontakte leben unverändert auf.
1963 ist Troglodytia Präsidierende des Coburger Convents. Unter dem Leitsatz "patriae inserviendo consumor" führen die Bundesbrüder Gliencke, Rosenberg und Claussen ein Jahr den Dachverband der Landsmannschaften und Turnerschaften.

Troglodytia sieht ihre Aufgabe darin, den Einzelnen zu stützen auf dem Weg zu eigenständiger Persönlichkeit und folglich Herr seiner selbst, seiner Entschlüsse und seiner Handlungen zu sein.
Essentiell waren und bleiben der Konsens in den Leitbildern Ehre, Freundschaft, Vaterland und in den Prinzipien Ehrengerichtsbarkeit, Conventsdisziplin, Couleur und Mensur. Vergangenheit wie Gegenwart waren geprägt, die Zukunft mag weiter bestätigt werden durch den Wahlspruch der Troglodyten:

Ne feriare feri sei Hammer, nicht Amboß !

Aus der Lesung von Straßner I, II und IV zum 125.Stiftungsfest im Sommer 1989
Wappen, Zirkel und Fahne der Landsmannschaft Troglodytia
In Feld 1 (heraldisch oben rechts, d.h. aus Sicht des Schildträgers) auf rot das Stiftungsdatum in lateinischen Zahlen zwischen zwei gekreuzten Schwertern als Zeichen einer schlagenden Korporation.

In Feld 2 (oben links) auf weiß zwei ineinander verwachsene grüne Bäume auf grünem Boden mit roten Stämmen als Symbol für das „ewig ungeteilte“ Schleswig-Holstein.

In Feld 3 (unten rechts) in der oberen Hälfte auf weiß in schwarz die Kogge des Kieler Stadtwappens, die untere Hälfte ist lila nach den Farben der Christian-Albrechts-Universität, weiß und lila.
In Feld 4 (unten links) auf schwarz zwei fleischfarbene Hände als Zeichen der Lebensfreundschaft.

In Feld 5 (in der Mitte, in Form eines kleinen Schildes, sog. Herzschild) auf weiß der Zirkel in schwarz.
Über dem eigentlichen Wappen ein schwarzer Stechhelm mit Helmzier und Helmdecken in den Bundesfarben.

Zum Wappen gehört der Waffenspruch
„Ne feriare feri !“ (= „Schlagen, um nicht geschlagen zu werden !“ oder sinngemäß „Sei Hammer, nicht Amboß !“).
Farbenlied der Troglodytia
1. Seht, wie das schwarz-weiß-rote Band stolz meine Brust umschlinget!
Ergreift das Glas mit fester Hand, erhebet es und singet:
Ich trink‘ auf’s Wohl der Landsmannschaft,
ihr weih ich Leben, Ehr‘ und Kraft!
2. Schwarz dräut und finster auch die Nacht, wir stehen auf dem Posten,
wie’s uns das Band zur Pflicht gemacht, und sollt’s das Leben kosten.
Schwarz, schwarz soll unser Schwur hier weih’n,
viel lieber tot als Sklav‘ zu sein.
3. Weiß leuchtet zwischen schwarz und rot hell uns’rer Farben zweite,
daß machtvoll sie dem frei‘ Gebot, daß sie der Ehr uns weihte.
Weiß zeiget unser blanker Schild,
Ehre für uns das Höchste gilt.
4. Unserer Lieb‘, der Freude Lust, Wahrem, nur Gutem, Schönem
schlägt heiß das Herz in unserer Brust, drum laßt das Lied ertönen.
Rot unser Blut und rot unser Wein,
laßt uns der Lieb‘ und Freundschaft weihn!
5. Nachtschwarz, schneeweiß und rot wie Blut – schwöret, ihr Troglodyten!
– mit unserem Leben, Gut und Blut, woll’n wir die Farben hüten!
Euch, unseren Farben schwarz-weiß-rot,
schwören wir Treue bis zum Tod.


Gedichtet von AH Heinsen 1871
Musik von Hans Sonderburg, Kiel